Nerdfunk 464: Kartoffeln, Quitten, alte Äpfel und gummige Rüebli

Wir öffnen ein Fass, das vom letzten Jahr übrig geblieben ist. Kevin hat in unserem digitale Realitätsableich von 2018 die Autarkie zu seinem Aufsteiger erhoben. Das ist das Bestreben, einen möglichst grossen Bedarf des täglichen Lebens selbst zu decken und beim Wasser, Strom, Wärme und Kanalisation nicht von fremden Versorgern bzw. Entsorgern abhängig zu sein.

Kevin erklärt uns, wie er  dank des rasanten technischen Fortschritts heute in seinem Tiny House selbstbestimmter lebt, als es noch bis vor Jahren möglich gewesen wäre: Wo kann er sich selbstversorgen? Und wo ist die Autarkie nach wie vor schwer oder gar nicht realisierbar? (Spoiler: Der Titel der Sendung verrät, dass selbst ein passionierter Urban Gardener bei der Ernährung noch längst nicht die Subsistenzwirtschaft ausrufen wird.)

Autarkie? Das klingt für einen Mietwohnungsbewohner wie Matthias ein bisschen nach den durchgeknallten Amerikanern, die sich als so genannte Prepper (gerne auch fürs Fernsehen) auf den Weltuntergang, den Zusammenbruch der Zivilisation und des Wirtschaftssystems vorbereiten. Manche Leute, wie seinerzeit Jan Böhmermann, könnten es für den Spleen verwöhnter Individualisten halten, die sich darin gefallen, ihre Liebe zur Umwelt in den sozialen Medien zu zelebrieren. Aber wer Kevin kennt, der weiss, dass er es nicht dogmatisch, sondern pragmatisch angeht – und nicht die Ideologie, sondern das Lernen im Vordergrund steht.

Darum ist das vielleicht ein bloss ein temporäres Experiment, das ein paar Erkenntnisse bringt oder auch nicht. Oder vielleicht auch der Anfang einer Bewegung, die uns hilft, bewusster zu konsumieren und zu verbrauchen und die Ressourcenverschwendung zu reduzieren. Wir diskutieren vorurteilslos und kommen zum Schluss, dass es zur Rettung der Menschheit wahrscheinlich noch etwas mehr braucht…

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Nerdfunk 463: Wir terminieren den Terminator

Wir starten mit einer Sendung ins neue Jahr, die vom Thema her nicht extrem originell, aber im Resultat doch ganz nützlich ist: Wir hinterfragen alte Gepflogenheiten, räumen Schubladen, Büros und Festplatten aus und machen unser digitales Leben einfacher.

Nebst der Ordnung machen wir unser Leben einfacher, indem wir alte, überladene Programme durch einfache, simple Apps ersetzen, teurere Programme durch günstige Newcomer oder sogar Web-Anwendungen ablösen, uns nicht von der Mailflut einschüchtern lassen und teure Anschlüsse, Abos und Verträge aufgeben. Schliesslich liebäugeln wir auch ein bisschen mit dem digitalen Minimalismus und fragen uns, ob wir eine informationelle Entschlackungskur («digital detox») nötig haben.

Und ja, das klingt ein bisschen nach Lebenshilfe, die bekanntlich leicht ins Esoterische, Anbiedernde, Besserwisserische oder Bevormundende abgleitet. Das vermeiden wir, indem wir kritisch bleiben und uns zugute halten, dass nicht alle Lösungen für alle passen. Und falls ihr eigene Tipps habt, dann teilt die uns doch via Kommentare mit – wir kommen dann bei Gelegenheit, zum Beispiel in einer Preshow, gerne darauf zurück.

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Nerdfunk 462: ❤ Ich ha dich im RSS! ❤

Das ist der dritte und letzte Teil unseres Jahresrückblicks, bei dem wir den Bogen von den digitalen Inhalten zu den Auf- und Absteigern 2018 spannen. Sowohl die Abgestraften als auch die Hochgelobten verdienen die Auszeichnung haben ihren Auftritt in dieser Show mehr als verdient – denn es gibt viel Enttäuschung bei ehemaligen Hoffnungsträgern und auch einige technische Errungenschaften, die uns das Leben wirklich einfacher machen.

Und wir enden ungewohnt harmonisch, ja geradezu mit einer romantischen Note: Wir finden nämlich endlich heraus, wie sich Liebesgeflüster unter Bloggern anhört. Da werden nicht körperliche Eigenschaften, der Witz oder der elegante Kleidungsstil gelobt – nein, es gibt noch ein viel grösseres Kompliment, das man sich in der Blogosphäre machen kann…

Das ist die letzte reguläre Nerdfunk-Ausgabe in diesem Jahr. Es bleibt uns, euch für die Treue zu danken und euch einzuladen, auch im neuen Jahr bei unserer kleinen Podcast-Expedition mit dabei zu sein. Mutmasslich am 8. Januar 2019 geht es weiter. Wir wünschen allen Hörerinnen und Hörern schöne Feiertage und gute Erholung. Und natürlich die besten, schönsten und innovativsten Gadgets unter dem Baum…

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Nerdfunk 461: Hallo, reicher Prinz!

Wir haben endlich herausgefunden, was der reiche Prinz aus Nigeria, Somalia oder vielleicht Solothurn mit seinem vielen Geld angestellt hat, das er uns in so vielen Mails schenken wollte – und das wir nie bekommen haben, weil diese Mails immer im Spam-Filter hängen geblieben sind. Er hat nämlich maeges Top-Software des Jahres 2018 aus dem Boden gestampft. Die macht alles und kann alles – und ersetzt von Google Docs über Quip, Jira, Evernote bis hin zu Trello und Dropbox Paper all die anderen Tools für die Zusammenarbeit.

Das ist der zweite Teil unseres grossen, digitalen Realitätsabgleichs. Wie die ellenlange Liste mit den Shownotes zeigt, rauschen wir wie das Bisiwetter durch unsere Kategorien und arbeiten uns von den verbleibenden Software-Tops über die Software-Flops und den besten Seiten aus dem Netz bis hin zu den Web-Flops vor.

Das ergibt ein stimmiges Bild mit dem, was uns softwaremässig und im Netz gefreut und geärgert hat. Und damit ist der Weg frei fürs grosse Finale von nächster Woche, in dem es nebst den digitalen Inhalten auch um die Auf- und Absteiger des Jahres gehen wird.

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Nerdfunk 460: O’zapft is

Süss klingelnde Glückchen, leise rieselnder Schnee, stille Nächte, kommende Kindlerlein und die entsprungene Ros haben wir nicht zu bieten. Dafür einen Bierzapfhahn mitten im Büro, jede Menge Gadgets und viele Anekdoten aus unserem digitalen Jahr 2018.

Das ist, wie alle Jahre wieder, unser grosser digitaler Realitätsabgleich mit Tops und Flops aus dem Gadgetbereich, Software, Internet, den digitalen Inhalten und den Auf- und Absteigern des Jahres. Wie immer ist unsere grosse Endjahres-Show als epochales dreiteiliges Radio-Event angelegt.

Und anders als in anderen Jahren kommen wir im ersten Teil kommen schnell auf Betriebstemperatur: Wir freuen uns über schöne Geräte und nerdige Erfolgserlebnisse und ärgern uns über Technikmängel, die auch in diesem Jahr nicht ausgeräumt worden sind.

Es nominieren und kommentieren Kevin, maege und Matthias, und wir schaffen immerhin die ersten zweieinhalb unserer zehn Kategorien!

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Nerdfunk 459: Gadgetwunschlos glücklich

Nächste Woche biegen wir mit unserem traditionellen Jahresrückblick scharf in die Zielgerade von 2018 ein. Und die Feiertage werfen auch schon ihre Schatten voraus, indem Kevin unbedingt mitteilen will, welche Gadgets er sich für Weihnachten wünscht. Er drohte vor der Sendung sogar, sie sich selbst zu kaufen, wenn seine Radiokollegen oder gar die Hörerschaft sie ihm nicht schenkt. Doch wie sich zeigt, ist das Nerdfunkteam erstaunlich bescheiden. Wenn man uns mit Rüebli, Zimt und Spannbetttüchern verschont, sind wir schon zufrieden.

Doch abgesehen von Ausflug in die Niederungen des anstehenden Konsumterrors geben wir uns altruistisch und hilfsbereit – denn es steht die letzte Ausgabe von Kummerbox Live für dieses Jahr an. Bei den Fragen könnte man dem Winterblues verfallen:

Barbara hat Schwierigkeiten beim Umstieg vom altehrwürdigen iPhoto zu der neuen Fotos-App. René beobachtet, dass sein Smartphone Akkuladung abbaut, selbst wenn er es nicht benutzt. Das gleiche Problem hat auch Armin mit seinem iPhone X – und ihm hat der Verkäufer gesagt, er dürfe es nur bis 80 Prozent aufladen. Und schliesslich sollten wir Ursula und André bei den Vorbereitungen ihres USA-Trips helfen.

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Nerdfunk 458: Der PC gehört zum alten Eisen. Oder?

Der Personal Computer ist letztes Jahr vierzig geworden – und gehört inzwischen offenbar zum alten Eisen. Apple hat das zumindest neulich in einem Werbespot so postuliert: In dem erledigt eine Schülerin virtuos ihre Arbeit mit einem Tablet. Auf die Frage einer Nachbarin, was sie «an ihrem Computer» mache, fragt sie, was ein Computer sei.

Die mobile Revolution fordert ihre Opfer, und der PC scheint dazuzugehören. Ins Bild passt, dass man den Eindruck bekommen könnte, dass auch die Desktop-Betriebssysteme stagnieren. Bei Windows und Mac OS hat sich in den letzten Jahren nicht mehr viel getan. Und die Neuerungen, die wir noch zu sehen bekommen, drehen sich bloss darum, die Zusammenarbeit mit den Mobilgeräten zu verbessern.

Doch zu wundern braucht das einen nicht: Die Verkaufszahlen gehen seit zehn Jahren zurück. Und während die Zahl der Internetnutzer wächst, kommen fast nur Mobilnutzer dazu. Wer heute ins Internet vorstösst, der tut das via Smartphone oder Tablet, aber sicher nicht mit einem Laptop oder gar einem stationären PC. Darum die Frage: Ist es vorbei? Müssen selbst Maus- und Tastaturfans kapitulieren? Wir diskutieren und erörtern – und wir trösten all diejenigen, denen diese Entwicklung (wie uns) ein bisschen leid tut…

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Nerdfunk 457: Die grosse Gadget-Show

Kevins Arbeitskollege Joel Simmler ist ein grosser Gadgetfan. Er würde nicht so weit gehen, gleich sein ganzes Sackgeld in den eingängigen Online-Shops und auf Crowdfunding-Plattformen liegen zu lassen. Doch die Leidenschaft geht weit genug, um eine grosse Show zu diesem Hobby zu machen – zumal eine kleine Shoppingleidenschaft zu fast jedem Nerd gehört.

Doch wie sich bei dieser Sendung schnell zeigt, sind die Gadgets kein so harmloses Thema, wie man glauben könnte. Denn egal wie wir uns bemühen, wir werden uns nicht einig darüber, was ein Gadget eigentlich ist. Ist es eine Spielerei? Etwas, das man eigentlich nicht unbedingt benötigt? Oder kann man mit einem Gadget auch ernsthaft arbeiten und sogar Geld verdienen? Darf ein teures Smartphone, das auch als Prestigeobjekt dient, auch als Gadget gelten – oder sprengt das jeden vernünftigen Definitionsrahmen?

Um es vorwegzunehmen: Wir sind an einer vernünftigen Definition gescheitert. Doch das tut dem Hörspass wahrscheinlich keinen Abbruch. Aber es ist anzunehmen, dass diese Sendung die Emanzipation um Jahrzehnte zurückwirft – weil wir Jungs halt Jungs sind, und die Mädchen nicht anders können, ob unserer Begeisterung mit den Augen zu rollen…
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Nerdfunk 456: Der Strassenfeger wurde weggefegt

Das Streaming verändert die Medienwelt: Was für Spotify wahr ist, kann für Netflix nicht falsch sein. Oder? Um diese Vermutung zu überprüfen, ist unser Fernsehexperte Digichris im Studio: Mit ihm wollen wir ergründen, wie sich die audiovisuelle Unterhaltungslandschaft seit dem Schweizer Netflix-Start vor gut vier Jahren verändert hat: Hat uns das Streaming das Trash-TV ausgetrieben, das Zappen abgewöhnt und die Fernsehwerbung verleidet – und die Serienfans im Handstreich vereinnahmt? Oder ist die Begeisterung bereits wieder verpufft? Und wie die hiesigen Medienanbieter darauf reagiert haben (oder auch nicht)?

Und ohne zu viel zu verraten, sei gesagt, dass uns eine leichte Nostalgie erfasst: Wie war es damals, als es noch Strassenfeger gab, grosse Samstagabendkisten, die für Redestoff gesorgt und das Befinden der ganzen Nation reflektiert haben? Und was war eigentlich so schlecht daran, eine Serie nicht in einem Rutsch zu sehen, sondern sich auf die nächste Folge vorfreuen zu müssen?

Und natürlich können wir es uns nicht verklemmen, ein paar Serien-Tipps zu geben – egal ob von Netflix oder anderen Anbietern!

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Nerdfunk 455: Wie gläsern sind wir im Netz?

Wer im Netz unterwegs ist, bleibt nicht unbeobachtet. Im Gegenteil: Auf manchen Websites sind Dutzende von Softwaremodulen eingebunden, die Daten über jeden Besucher erheben. Jeder Klick wird aufgezeichnet, analysiert und mitunter auch monetarisiert. Denn es geht den Webseitenbetreibern nicht nur darum, mehr über die Interessen der Besucher herauszufinden – was diese unter Umständen vielleicht sogar akzeptieren würden.

Nein, das Ziel ist oft auch, die Bewegungen quer durchs Netz möglichst umfangreich und lückenlos zu dokumentieren. Anhand der so entstandenen Profile werden wir Surfer mit zielgerichteter Werbung bombardiert. Und richtig unangenehm wird es, wenn das Dynamic Pricing ins Spiel kommt: Dann bestimmt beim Besuch eines Online-Shops ein Algorithmus, wie viel ein einzelner Kunde für ein Produkt zu bezahlen hat. Wer als ausgabefreudig und kaufkräftig eingestuft wird, muss tiefer in die Tasche greifen.

Wir sprechen über das Tracking mit einem, der beide Seiten kennt: Christian Bennefeld ist Informatiker und Mathematiker und hat im Jahr 2000 mit etracker.com ein Unternehmen an den Start gebracht, das solche Nutzerdaten sammelt . Seit Sommer 2015 betreibt er mit Eblocker ein Unternehmen, das den Schutz der Nutzer zum Ziel hat. Sein Produkt ist ein kleines Gerät, das am Router angestöpselt, die Datensammler blockt.

Wir diskutieren in der Sendung die technischen Seiten des Trackings, wie es den Nutzern schadet und allenfalls auch nützt, wie die rechtliche Situation aussieht und was man dagegen tun kann.

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